Die Geschichte von VVD

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Dvory nad Žitavou ist eine der ältesten Dorfgemeinden im Bezirk Nové Zámky. Schon während des Römischen Reiches führten durch das Gelände von Dvory Wege von internationaler Bedeutung wie z.B. Via Romana / Römerweg /, dann Via Bohemica / tschechischer Weg /. Später wurden die Wege Považím und Pohroním angeschlossen, auf denen Salz aus Wieliczky, Polen, nach Kakathu / heute Štúrovo/ und Esztergom transportiert wurde. Daher stammt der Name Salzstraße / Via Salina /.

Das genaue Ursprungsdatum des Dorfes ist nicht bekannt, aber die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1075 unter dem lateinischen Namen VILLA HUDVORDIENSIUM SUPER AQUAM SITOUA, das bedeutet, / Siedlung von Hofämter an dem Fluss Žitava. / Unter den Hofämtern, die das königliche Herrenhaus bedienten, befanden sich auch Weinbauern und Winzer /im Lateinischen Vinitori genannt/. Ihre Aufgabe war den königlichen Hof mit Trauben und Wein zu versorgen. Ein wichtiges Datum für die Gemeinde war 29. März 1429, als König Sigismund Dvory zur Marktgemeinde beförderte, und später bekam die Gemeinde die Blutgerichtsbarkeit. Diese Förderungen führten zu einer Entwicklung in den Wohlstand der Stadt und zu der Entstehung des Bezirkes Dvory innerhalb des Gaues Komárno. Die türkische Besetzung (1572-1685) war auch für diese Region eine traurige und schwierige Zeit.

Einen Aufschwung in dem Weinbau gab es erst während der Herrschaft von Maria Theresia, die die Weinbauern von den Steuern entlastete und die Einrichtung von neuen Weinbergen finanzierte. Ihr Thronfolger, Joseph II anerkannte „Viničný vrvrch“ als für Anbau von Reben geeignet. Zur Ehre dieser Anerkennung wurde im Jahr 1760 die Kapelle von St.Urban / Schutzpatron der Winzer /erbaut. Sie kann bis zum heutigen Tag auf dem Weinberg besichtigt werden.

Neben der Kapelle stand ein anderes Gebäude, in dem der Wirtschafter des Weinbergs mit seiner Familie wohnte. Seine Aufgabe bestand darin den Zeitpunkt der Ernte zu bestimmen und außerdem die Weinberge zu bewachen. Die größte Feierlichkeit in dieser Zeit war der Tag von St. Urban /25.Mai /. Die Dorfeinwohner wanderten von der Dorfkirche bis zum Weinberg, wo dann sie eine Messe hielten und für eine gute und gesunde Ernte beteten. Der Weinberg diente auch als ein beliebter Ort zum Entspannen, wo Landwirte gerne ihre Freizeit in ihren Hütten verbrachten, wo sie die örtlichen Spezialitäten mit Freunden und Gästen genossen. Im 19. Jahrhundert war der Weinberg von einer Katastrophe betroffen. Fast alle Rebsorten wurden von Rebläusen und Falschem Mehltau zerstört. So begann der Niedergang des Weinbaus im Dvory nad Žitavou. Im Jahr 1950 wurde die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft gegründet, der Weinberg wurde enteignet und ausgeackert. Erst in den Jahren 1971-1972 wurden neue Rebsorten angepflanzt auf einer Fläche von 85 Ha, was dann mit den Jahren immer vergrößert wurde. Im Jahr 1986 wurde der Bau einer modernen Kellerwirtschaft mit einer Kapazität von 4000 hl Wein vollendet. Die Wirtschaft verkauft ihre Produkte unter dem registrierten Warenzeichen ÉÓS. Seit den 50er Jahren hat die Genossenschaft mehrere Veränderungen erlebt – von JRD AURORA, über ZDRUŽENIE AGROPODNIATELOV, bis zur heutigen Weinberg- und Winzergenossenschaft, in der mit Hilfe moderner Produktion hochwertiger Weine hergestellt werden.